Mittwoch 02.02. Mittwoch 09.02. 20:30 UHR

scala-kino

Supernova

Tusker ist Schriftsteller, klein und drahtig, er sprüht nur so vor Geist und Witz. Sam ist Konzertpianist, der bärige Typ, mit einer breiten Schulter zum Anlehnen und viel Gefühl. Die beiden sind schon seit Ewigkeiten ein Paar, das die gegenseitigen Stärken und Schwächen kennt. Jedes zärtliche Frotzeln, jeder Wortwechsel zeigt, wie viel die beiden einander bedeuten. Dass es eine schwule Beziehung ist, spielt dabei kaum eine Rolle. Damit leistet „Supernova“ mehr für die Anerkennung homosexueller Partnerschaften, als so mancher ausdrückliche Schwulenfilm. Echte Gleichberechtigung beginnt schließlich erst da, wo die sexuelle Identität kaum noch eine Rolle spielt, nur eine Eigenschaft unter vielen ist. Allerdings wurde bei Tusker vor zwei Jahren eine Demenz diagnostiziert, die seitdem rapide fortschreitet. Noch ist er zwar die meiste Zeit über voll da, aber die Situationen, in denen er die Orientierung verliert und manchmal nicht einmal mehr seinen Lebensgefährten erkennt, nehmen zu und werden länger.

Auf Drängen von Tusker startet das Paar eine Reise, zurück an den malerischen Ort im Norden Englands, an dem Sam aufwuchs und an dem sie sich einst kennenlernten. Mit ihrem alten Wohnmobil besuchen sie Freunde und Verwandte und Orte, an denen sie zusammen glücklich waren. Ihre kleinen Frotzeleien „Könntest du etwas schneller fahren? Wie wäre es, wenn du mal die oberen Bereiche der fünf Gänge erforschen würdest?“ zeigen, wie vertraut die beiden miteinander sind. Man spürt die ehrliche Wärme zwischen den Männern, die Zuneigung, das Vertrauen, das sie einander entgegenbringen, und die Kraft, die ihre Liebe ihnen gibt, um mit der herausfordernden Situation umgehen zu können. Und man ahnt, warum sie sich auf diesen Trip begeben haben. Warum Sam so besorgt um Tusker ist und warum Tusker wiederum von der Sorge um ihn genervt, andererseits aber auch tief gerührt ist. Bis Sam eines Abends im Wohnwagen etwas entdeckt, das ihm klar macht, dass Tusker diesen Trip nicht nur aus nostalgischen Gründen geplant hat…

Regisseur Harry Macqueen hat auch das Drehbuch geschrieben, den Anstoß lieferten Fälle früher Demenz im Bekanntenkreis. Er hat dann gründlich zu dem Thema recherchiert – und doch ist „Supernova“ nicht in erster Linie ein Alzheimer-Film, sondern erzählt einfühlsam und mit warmherzigem Humor die tief berührende Geschichte eines liebenden Paares.

Scala-Kino Neckarsulm
Eintritt:
 6,50 Euro
Vorverkauf/Reservierung:
im Scala-Kino, Benefizgasse 5, Telefon 07132 2410
online unter www.kinostar.com

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