Mittwoch 06.10. Mittwoch 13.10. 20:30 UHR

scala-kino

Romys Salon

Romy ist Scheidungskind. Weil ihre Mutter in letzter Zeit sehr viel arbeitet, kommt die Zehnjährige vorübergehend bei ihrer Großmutter Stine unter. Nach der Schule muss das Mädchen den Frisiersalon der Oma ansteuern, was der Enkelin aber nicht sonderlich gefällt. Denn eigentlich hat Romy keinen guten Draht zur Großmutter, die keine Bilderbuch-Oma, sondern ziemlich kratzbürstig und abweisend ist. Außerdem: Was soll Romy mit den alten Leuten im Salon anfangen, wenn sie nicht mal ihre Schulfreundin dorthin mitnehmen darf?

Das Verhältnis zwischen Enkelin und Großmutter ändert sich erst, als Romy bemerkt, dass da irgendwas nicht in Ordnung ist mit ihrer Oma. Immer wieder vergisst sie etwas oder bringt etwas durcheinander, verhält sich einfach etwas komisch. Immer merkwürdiger wird die Großmutter, steht verwirrt vor der Kasse, erzählt in ihrer Muttersprache Dänisch von ihrer Kindheit am Meer, verlegt ständig Dinge. Also übernimmt Romy einige Aufgaben im Salon, um der Oma zu helfen. Die neue Dynamik gefällt Romy, sie und Stine finden endlich zusammen. Doch die Verwirrung wird immer mehr zum Problem. Als Stine daraufhin zum Arzt geht, erschüttert die Diagnose die Familie: Alzheimer. Doch Romy ist nicht bereit, ihre Oma einfach so aufzugeben – im Gegenteil, als Stine schließlich ins Pflegeheim soll, ergreift Romy die Initiative…

„Romys Salon“ unterscheidet sich von anderen Filmen mit dem Thema Demenz durch die Perspektive, da die gesamte Geschichte aus der Sicht von Romy erzählt wird. Sie ist die erste, die bemerkt, dass etwas nicht stimmt, kann das aber nicht einordnen. Wie auch, wenn selbst Erwachsene mit einer solchen Veränderung nichts anfangen können? Zumal Tamara Bos, die den zugrundeliegenden Roman wie auch das Drehbuch geschrieben hat, die Veränderung von Stine nur langsam vorantreibt. Auch in der Hinsicht ist Romys Salon ein wohltuend subtiler und zurückhaltender Film. Behutsam und mit viel Einfühlungsvermögen erzählt er die Geschichte, unterstützt von den beiden Hauptdarstellerinnen. Stine ist die starke Frau, die um ihre Würde kämpft, und Romy ein kleiner, liebenswerter Wirbelwind, den die Zuschauer schnell ins Herz schließen.

„Romys Salon“ ist ein generationenübergreifender Familienfilm, der das Thema Demenz behutsam und anrührend behandelt. Er zeigt den allmählichen Verlauf der Krankheit in realistischer Weise mit Lichtblicken und Augenblicken besonderer Verwirrung. Romy und ihre Oma Stine werden zu Verbündeten im Umgang mit den Herausforderungen des Alltags und die Beziehung zwischen den beiden wächst dabei. Der Film ist frei von unnötigen Übertreibungen und auch für Kinder ausgesprochen sehenswert. Bringen Sie also gerne Ihre Kinder oder Enkel mit zu den Vorstellungen. Der Film ist ab 0, also ohne Altersbeschränkung freigegeben, wir empfehlen ihn aber eher für Kinder ab 8 Jahren.

 

Scala-Kino Neckarsulm
Eintritt:
 6,50 Euro
Vorverkauf: online unter www.kinostar.com
Reservierung: online unter www.kinostar.com

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