Mittwoch 18.03. 20:00 UHR

Scala-Kino

Die Veranstaltung fällt aus! Metropolis

  • Deutschland 1926
  • Regie: Fritz Lang

Aufgrund der Corona-Epidemie muss die Veranstaltung leider ausfallen!

Liebe Besucherinnen und Besucher, im Hinblick auf die Ausbreitung des Coronavirus hat der Schutz der Bevölkerung oberste Priorität. Das Land Baden-Württemberg, das Landratsamt Heilbronn sowie die Stadt Neckarsulm haben daher verschiedene Maßnahmen ergriffen, die sich auf das gesellschaftliche Leben in Neckarsulm auswirken. Im Zuge dieser Maßnahmen werden vorerst alle Veranstaltungen des städtischen Kulturprogramms bis einschließlich 19.4.2020 abgesagt.

Obwohl unsere Geburtstagsvorstellung METROPOLIS  heute ausfallen muss, werden wir von 19 bis 20 Uhr da sein. Wenn Sie also Ihre bereits bezahlten Karten zurückgeben möchten, kommen sie einfach vorbei. Sie erhalten selbstverständlich den Preis zurückerstattet. Oder Sie tauschen Ihr Ticket gegen einen Gutschein. Das muss aber nicht am 18. März sein – eine Rückgabe oder Umtausch an der Kasse ist nach Wiederöffnung des Scala-Kinos bis Ende des Jahres möglich.

 

EINMALIGE SONDERVORSTELLUNG: 60 JAHRE SCALA-KINO
Besondere Filme in einem besonderen Kino.

Von Beginn an, seit 2007, sind wir mit unserer Filmkunstreihe zu Gast im Scala-Kino und sehr froh, mit dem historischen Filmtheater eine Spielstätte mit besonderem Flair zu haben, die sich ihren nostalgischen Charme über die Jahrzehnte bewahren konnte. In diesen Tagen kann das Scala seinen 60. Geburtstag feiern – am 18. März 1960 öffnete sich der Vorhang zur ersten öffentlichen Vorstellung. Wir freuen uns, zu diesem Anlass mit Fritz Langs „Metropolis“ allen Cineasten und Freunden der Filmkunstreihe ein ganz besonderes Kinoerlebnis bieten zu können. Am Mittwoch, 18. März, zeigen wir den 1925/26 entstandenen, legendären Stummfilm-Klassiker. Der Film beginnt um 20.00 Uhr, vorher laden wir alle Besucher noch zu einem Gläschen Sekt und einer Trailer-Vorschau zu den weiteren Filmen des ersten Halbjahresprogramms ein.

Joh Fredersen ist der absolute Herrscher über die Stadt Metropolis. Die Bevölkerung lebt in einer streng getrennten Klassengesellschaft: Die Arbeiter schuften in der Unterwelt unter der eigentlichen Stadt. Sie müssen riesige Maschinen in Gang halten und wohnen in Massenunterkünften, wo es keine Sonne gibt und keine Freude. Die Reichen und Mächtigen residieren in der Oberwelt. Sie leben in Saus und Braus und die Jugend der Elite genießt in ihren Türmen und den „Ewigen Gärten“ paradiesische Verhältnisse. Hier lebt auch Freder, Joh Fredersens einziger Sohn. Eines Tages taucht in den „Ewigen Gärten“ eine Kinderschar aus der Unterstadt in Begleitung einer Frau auf, die den Kindern zeigt, wie „ihre Brüder“ leben. Freder ist fasziniert von der jungen Frau. So entschließt er sich, in die Arbeiterstadt hinabzusteigen um sie wiederzusehen. Die Klassenverhältnisse geraten ins Wanken, als er sich in die charismatische Maria verliebt, die den Geknechteten mit ihren Predigten von Liebe und Klassenlosigkeit Hoffnung schenkt. Freder will fortan bei ihr in der Unterwelt bleiben. Als sein Vater davon erfährt, beauftragt er den Erfinder Rotwang, eine künstliche Roboterfrau als Marias Doppelgängerin zu erschaffen und die echte Maria auszuschalten…

Fritz Langs „Metropolis“ hat auch nach über 90 Jahren nichts von seiner Faszination eingebüßt. Der besessene Regisseur schuf ohne Rücksicht auf die Kosten einen der aufwändigsten Filme der Stummfilmzeit und den ersten abendfüllenden Science-Fiction-Film, dessen Ausstattung, Tricktechnik und Spezialeffekte bis heute zahlreiche Künstler inspirieren. Seine visionären Großstadt-Panoramen, choreografierten Massenszenen und der stählerne Maschinenmensch wurden zu Ikonen der populären Kultur.

So spannend wie der Film ist seine Geschichte. Bereits vor dem Kinostart wurde der Monumentalfilm das Opfer von Verstümmelungen, die Premierenfassung galt über Jahrzehnte hinweg als verschollen. 2008 dann die Sensation: In Buenos Aires wurde eine Kopie entdeckt, mit deren Hilfe sich das Meisterwerk nahezu vollständig rekonstruieren ließ. Sogar die Originalmusik von Gottfried Huppertz wurde vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin neu eingespielt und macht die restaurierte Fassung zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk. Die Rückkehr von „Metropolis“ zählt zu den bedeutendsten Rekonstruktionen und Restaurierungen der Filmgeschichte. Das Meisterwerk wurde als erster deutscher Film ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.

Die FBW – Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh dem Film das Prädikat „Besonders wertvoll“.

Scala-Kino Neckarsulm
Eintritt:
 6,50 Euro
Vorverkauf: abends im Scala-Kino Neckarsulm, Benefizgasse 5
Reservierung: telefonisch unter 07132 2410 oder online unter www.kinostar.com