Mittwoch 12.10. 20:00 UHR

ballei

Das Abschiedsdinner

  • Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière
  • Tournee-Theater Thespiskarren, Hannover

Was, wenn ein Treffen mit alten Freunden zur bloßen Verpflichtung gerät? Wenn man sich immer dieselben Geschichten erzählt und hinter dem Rücken des jeweils Anderen eigentlich nur noch lästert? Dann könnte man sich doch auch gleich von der belastenden Beziehung verabschieden, oder? So sehen es jedenfalls Peter und Katja Vorberg, die keine Lust mehr haben, 35 % ihrer freien Abende mit aufwändiger Freundschafts- und Kontaktpflege zu verbringen. Das sogenannte „Abschiedsdinner“ soll Abhilfe schaffen. Es wird für solche Freunde gegeben, die eigentlich nur noch aus Gewohnheit eingeladen werden. Beim Lieblingswein jener Wegbegleiter, umringt von den Geschenken, die man im Laufe der Zeit von ihnen erhalten hat und bei deren Lieblingsmusik soll ein Essen kredenzt werden – alles, ohne den Betreffenden zu sagen, dass es das letzte Ma(h)l sein wird. Die Vorbergs beschließen, es zu versuchen und wählen als erstes Paar Anton und Bea aus.

Alles wird arrangiert und steht bereit für den letzten gemeinsamen Abend. Doch Anton kommt ohne Bea. Peter und Katja erschrecken – was, wenn er etwas merkt?! Doch zu spät, Anton entlarvt sie. Erst geschockt, möchte er dennoch versuchen, die Freundschaft zu retten und schlägt vor, eine Art Therapiestunde abzuhalten. Was folgt, ist ein genialer Schlagabtausch der beiden Männer, die sich im Verlauf des Abends nichts schenken und alles auspacken, was sie sich in den langen Jahren ihrer Freundschaft nie gesagt haben. Rasant und gnadenlos schaukeln sie sich unter der Beobachtung von Katja gegenseitig hoch, bis letztendlich eine Handvoll Erdnüsse die kathartische Läuterung vollbringt.

Fotocollage: Tournee-Theater Thespiskarren

Hinweis:
wegen Corona-bedingten Terminverschiebungen steht Saskia Valencia entgegen der Ankündigung im Programmheft leider für die Produktion „Das Abschiedsdinner“ nicht zur Verfügung. Stattdessen übernimmt Susu Padotzke ihre Rolle. Sie studierte Operngesang an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg und erlangte ihr Schauspiel-Diplom an der European Film Actor School Zürich.

2013 ging sie mit ihrer eigenen Musiktheaterproduktion „Gioia – eine neapolitanische Begegnung“ auf Gastspielreise. Für die Theaterproduktion „Traumfrauen“ wurde Padotzke mit dem hessischen Kulturpreis ausgezeichnet. 2020 war sie in „Spiel des Lebens“ am Stadttheater Weilheim und in „Schwiegermutter und andere Bosheiten“ in der Komödie am Bayrischen Hof besetzt.

Im Fernsehen war Padotzke u. a. zu erleben in dem Vierteiler „Der Doc und die Hexe“, „Um Himmels Willen“, „München Mord“, „Inga Lindström“, „Kommissar Pascha“, „Unzertrennlich nach Verona“, „Frühling“ oder auch in Serien wie „SOKO 5113“, „Die Rosenheim Cops“, „Rote Rosen“, „Sturm der Liebe“ und „Forsthaus Falkenau“. Seit 2017 spielt sie in der Kultserie „Hubert und/ohne Staller“ die Gerichtsmedizinerin Dr. Caroline Fuchs und übernimmt in der ARD-Reihe „Reiterhof Wildenstein“ die durchgehende Rolle der Gräfin Loretta von Donner.

Foto: Jeanne Degraa